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Deutschlands Straßen werden immer voller, doch die Autos werden es nicht. Oft sitzen die Fahrenden allein am Steuer. Welche Lösungen gibt es, Fahrgemeinschaften attraktiver zu machen?

Carpooling

Was Fahrgemeinschaften bringen

Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) sitzen im Berufsverkehr durchschnittlich nur 1,2 Personen im Wagen. Dabei hätten die meisten Autos Platz für fünf Personen. Pendlen im Berufsalltag könnte demnach deutlich effizienter ausfallen, wenn die Chancen von Fahrgemeinschaften, dem sogenannten Carpooling besser genutzt werden würden.

 

Doch die Idee des Carpoolings hat sich in Deutschland noch nicht durchgesetzt. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand. Für den Menschen, wie für die Umwelt: Mehr Personen pro Auto bedeutet weniger Autos auf der Straße, weniger Stau, weniger Stress und weniger CO2-Ausstoß. 

 

Bei durchschnittlich zwei Autoinsassen würde der Stau auf Deutschlands Straßen bereits um 20 Prozent reduziert, das ermittelt eine Studie des Umweltbundesamtes.

 

 

Fakten: Carsharing und Carpooling in Deutschland sowie im Ausland

Zum 1. Januar 2024 waren in Deutschland 5.506.040 Fahrberechtigte für Carsharing angemeldet. Das sind 23,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

 

Die Zahl der angebotenen Carsharing-Fahrzeuge hat sich im gleichen Zeitraum um 27,1 Prozent auf jetzt 43.110 Fahrzeuge erhöht. Inzwischen lassen sich in 1.285 Orten Autos teilen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung.

 

Doch auch in diesen Fahrzeugen sitzt oft nur eine Person. Eine wichtige Alternative zum Carsharing ist daher das Carpooling.

Carpooling-Angebote, die es hierzulande bereits gibt, sind die sogenannten Mitfahrbänke. Wer sich auf diesen speziell gekennzeichneten Sitzbänken niederlässt, signalisiert damit: Ich möchte mitgenommen werden.

 

Je nach Ort gibt es Tafeln mit den möglichen Zielen, etwa dem Rathaus oder dem nächsten Teilort. Hier braucht es zum Teil aber noch viel Geduld und Glück.

 

Zeitlich planen lässt sich die Mitfahrt nicht. Es ist eben eine moderne Form des Trampens. Für den morgendlichen Berufsverkehr bietet sich das Konzept also eher nicht an.

Frankreich: Prämien fürs Mitnehmen

 

Frankreich bietet für das Carpooling einem Prämiensystem. Wer sich bei einer Onlineplattform für Fahrgemeinschaften anmeldet, kann bis zu 200 Euro als Bonus erhalten. Dazu müssen die Autofahrenden entweder in drei Monaten zehn Mal andere Personen auf einer Kurzstrecke mitnehmen oder drei Mal auf einer Langstrecke.

 

Für dieses Projekt sollen im ersten Anlauf 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. 4,5 Millionen Tonnen CO2 will Frankreich dadurch einsparen.

 

USA: Eigene Spuren für Fahrzeuge mit mehreren Passagieren

 

In den USA gibt es schon seit den 80er-Jahren sogenannte „HOV-Lanes“. HOV steht für "high-occupancy vehicle", also ein stark belegtes Fahrzeug. Auf diesen – meist mit einer Raute gekennzeichneten – Spuren dürfen nur Autos fahren, in denen eine festgelegte Mindestanzahl an Personen sitzt. Oft sind das zwei oder drei. Da die Spuren meistens deutlich leerer sind, kommen die Fahrgemeinschaften schneller an ihr Ziel.

 

Eine weitere Möglichkeit ist eine Maut-Befreiung für die HOVs. Wer allein fährt, muss zahlen. Auch das wurde in den USA bereits eingeführt. Auf manchen Strecken erhöht sich die Maut je nach Verkehrsaufkommen. Rekord war in Virignia 2018 eine Gebühr in Höhe von 47,50 Dollar für einen Abschnitt von 10 Meilen.

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Carpooling eine Option für Deutschland

 

So wie bereits in den USA gibt es auch in einigen europäischen Städten einzelne Straßenabschnitte für das Carpooling.  So sind z. B. in Madrid, Linz oder Oslo Busspuren entsprechend gekennzeichnet. In Amsterdam wurde das Projekt wieder abgebrochen. 

 

Seit 1. Januar 2023 gibt es in der Schweiz offiziell das Carpooling-Verkehrsschild. Aufgestellt wurde es jedoch noch nicht.

 

Fazit: Es liegt hierzulande also an jedem Einzelnen, das Konzept Carpooling mit Leben zu füllen.

 

Am besten mit Freunden, Mitarbeitenden, Familie oder über die zahlreichen Mitfahrzentralen im Internet.

 

Zu den größten Carpooling Online-Plattformen zählen Blablacar.de und bessermitfahren.de. Nach kurzer Registrierung können hier Fahrten angeboten werden. Wer mitfahren will, meldet sich mit einer persönlichen Nachricht. 

 

 

Eine Gesamtübersicht aller Anbieter für Mitfahrgelegenheiten hat der Mitfahrverband e.V.

Anbieter im Mitfahrverband e.V.

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