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Neun Ganzjahresreifen im Test

Wann wird's mal wieder richtig Winter? Das fragten sich viele in den letzten Jahren. Weiße Weihnacht wird vor allem im urbanen Raum mehr und mehr zum seltenen Weihnachtswunder. Braucht es da noch Winterreifen? Die sinkenden Verkaufszahlen zeigen, dass diese Frage immer öfter mit einem klaren Nein beantwortet wird. Klar im Trend stattdessen: Ganzjahresreifen.

Das müssen Ganzjahresreifen können

Ob Sommer oder Winter: Mit denselben Pneus unterwegs zu sein spart Platz in der Garage. Wer sich auch den Reifenwechsel sparen möchte, sollte vorsichtig sein. Denn die Abnutzung ist an den Achsen unterschiedlich. An der Antriebsachse ist sie höher. Ungleich abgefahrene Reifen beeinträchtigen aber das sichere Fahrverhalten und so sollten Ganzjahresreifen nach etwa 10.000 Kilometern achsseitig getauscht werden. Nur so kann eine sichere Fahrt das ganze Jahr über garantiert werden.

 

Die Allwetter-Könner haben nämlich auch so schon genug zu tun. Sie müssen einerseits im Winter auf Schnee einen guten Grip haben, ebenso im Sommer bei warmen Temperaturen auf Asphalt. Zusätzlich dürfen sie auf nasser Fahrbahn nicht ins Schwimmen kommen. Hohe Anforderungen, die für die Verkehrssicherheit aber unerlässlich sind. 

Allgemeine Informationen zum Ganzjahresreifentest

Der Frage, wer diese hohen Anforderungen erfüllen kann, ging das Testteam von ACE, ARBÖ und GTÜ bei neun gängigen Modellen für Kompakt-SUV der Dimension 215/50 R18 beim Ganzjahresreifentest 2024 auf den Grund. Die Winter-Tests wurden auf dem Arctic-Falls-Testgelände in Lulea (Schweden) durchgeführt, die Sommer-Tests auf dem ATP-Gelände in Papenburg (Niedersachsen). Die Testfahrzeuge waren drei VW T-Roc.

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Diese Reifen sind im Test

● Bridgestone Turanza All Season 6

● Continental AllSeasonContact 2

● Falken EUROALL SEASON AS210

● Goodyear Vector 4Seasons Gen-3

● Maxxis Premitra All Season AP3 SUV

● Michelin CROSSCLIMATE 2 SUV

● Pirelli CINTURATO ALL SEASON SF 2

● Toyo Celsius AS2

● Vredestein Quatrac Pro+

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Auf diese Automodelle passen die Reifen*

● Audi Q2, Q2L, Q2L e-tron

● Citroën C5, C8, DS4

● Cupra Ateca

● Mazda CX-3

● Opel Combo, Combo Cargo, Combo Life

● Peugeot 407, 807

● Škoda Karoq, Superb

● Toyota Proace City Verso, Yaris Cross

● VW T-Roc

 

*abhängig vom Modelljahr, ggf. von der Ausstattungslinie

Die Winter-Tests in Schweden

Wir befinden uns etwa 100 Kilometer südlich des schwedischen Polarkreises. Mitte Januar ist Schnee hier garantiert. Bei unserer Ankunft liegt auch genug Schnee. Testen können wir dennoch nicht. Es ist zu kalt. Die Temperaturen liegen bei minus 40 Grad. Darauf sind Ganzjahresreifen nicht ausgelegt. Die Ironie: im heimischen Stuttgart liegt ausnahmsweise auch Schnee bei etwa null Grad.

 

Statt die Reifen an ihre technischen Grenzen zu bringen, bringt uns stattdessen erstmal unser Fotograf Konstantin Tschovikov an unsere menschlichen Grenzen. Fotoshooting ist angesagt. Reifen auf einen Hügel rollen und dann wieder runterschubsen. Mehrmals, bis das perfekte Foto im Kasten ist. Mit jeder Minute dringt die Kälte weiter in die Knochen. Voller Einsatz schon vor dem eigentlichen Test. Doch dann steigen die Temperaturen und so kann der Test starten.

 

Bremsen und Anfahren auf Schnee

 

Bei den Bremstests sind alle Reifen nah beieinander. Den kürzesten Bremsweg aus 40 km/h hat der Falken, dicht gefolgt von Michelin und Vredestein.

 

Beim Anfahren verschiebt sich das Feld leicht. Michelin kommt an die Spitze, Falken fällt leicht ab. Toyo, beim Bremsen noch solide im Mittelfeld, landet weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Nach 27,5 Metern erreicht er Tempo 30, der Michelin braucht nur 23,3 Meter.

 

Vergleichstests mit Sommerreifen: Bei beiden Tests haben wir zum Vergleich einen Sommerreifen mitlaufen lassen, den Testsieger vom letzten Test. Das Ergebnis? Katastrophal. Während der Bremsweg beim schlechtesten Ganzjahresreifen 20,9 Meter beträgt, sind es beim Sommerreifen 51,8 Meter und damit mehr als doppelt so viel. Beim Beschleunigen sind es 93,7 Meter und damit mehr als dreimal so viel als beim Toyo. Dieser Vergleich zeigt eindrücklich: Sommerreifen im Winter sind sehr gefährlich.

 

Handling auf Schnee

 

Im Handling kann vor allem der Michelin überzeugen, fast gleichauf mit ihm der Continental. Für Fahrer Henning Renner zeigen sie klar die beste Performance und sind am sichersten zu fahren. Sie zeigen lediglich leichtes Untersteuern in Kurven, sind ansonsten präzise zu lenken mit einer guten Seitenführung.

 

„Vor allem kündigt sich der Übergang von der Haftgrenze zum Gleiten recht gut kalkulierbar für den Fahrer an. Dementsprechend ist ein hin und wieder auftretendes leichtes Übersteuern gut zu kontrollieren.“

 

Verlierer ist für ihn klar der Toyo. Zu wenig Seitenführung, immer wieder deutliches Übersteuern. „Hier passiert der Übergang von Rollen zu Rutschen eher plötzlich und für den Fahrer schwer beherrschbar. Ich würde diese Reifen nicht unbedingt als gefährlich einstufen, aber wie man an den anderen Test-Kandidaten sehen kann, geht es deutlich besser.“

 

Ergebnis der Winter-Tests: Damit landet im Schnee Michelin klar auf dem ersten Platz, Toyo auf dem deutlich letzten Platz.

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Die Sommer-Tests in Papenburg

Bremsen auf nasser Fahrbahn

 

Vom eisigen Schweden ins heiße Papenburg. Hier müssen sich die Reifen erst auf nasser Fahrbahn beweisen.

 

Beim  Bremsen hat hier Continental klar die Nase vorn. Bei 80 km/h bleibt er schon nach 29 Metern stehen. Ihm folgt Pirelli fast einen ganzen Meter später. Toyo erneut abgeschlagen mit 33,5 Metern. Ein Unterschied von insgesamt 4,3 Metern – knapp eine Wagenlänge.

 

Vergleichstests mit Sommerreifen: Zum Vergleich lief auch hier ein Sommerreifen mit. Der lässt mit 25,2 Metern alle hinter sich und unterstreicht damit die Stärke der Saisonreifen – wenn sie eben nur in der für sie vorgesehenen Jahreszeit aufgezogen werden.

 

Handling auf Nässe und Aquaplaning

 

Im Handling ist das Feld recht dicht. Gleich drei Reifen stechen für Henning Renner gut heraus: Goodyear, Pirelli und Continental. Allesamt präzise zu fahren mit lediglich leichtem Untersteuern in Kurven. Am schwächsten sind für ihn Michelin, Bridgestone, Falken und Toyo. Sie sind unpräzise, haben wenig Seitenführung und zeigten immer wieder deutliches Untersteuern. „Da verliert man dann halt auch Zeit, weil man vom Gas gehen muss, und es wirkt für den Fahrer unangenehm, wenn die Vorderachse zu viel rutscht“, so seine Einschätzung.

 

Beim Aquaplaning gibt es keine Ausreißer nach unten, alle sind  ordentlich. Continental führt knapp, dahinter Michelin und gleichauf zeigt sich überraschend Falken.

 

Ergebnis der Tests bei Nässe: In dieser Kapitelwertung unseres Ganzjahresreifentests zieht Continental klar an allen vorbei, gefolgt von Pirelli und Bridgestone. Am schwächsten ist auch hier wieder Toyo.

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Bremsen auf trockener Fahrbahn

Auf trockener Straße wendet sich das Blatt. Der Ewig-Letzte Toyo katapultiert sich beim Bremsen aus 100 km/h auf den dritten Platz. Vredestein und Falken, im Schnee noch auf dem Brems-Treppchen, landen jetzt auf den letzten Plätzen. Zwischen dem besten Kandidaten Pirelli (35,6 m) und dem Schlusslicht Vredestein (42,4 m) liegen 6,8 Meter – das entspricht einem langen Kastenwagen.

 

Vergleichstests mit Sommerreifen: Auch hier lief der Sommerreifen mit und landete mit 30,6 Metern weit vor allen anderen Reifen.

 

Handling auf trockener Fahrbahn

Beim Handling sind die Allwetterreifen wieder nah beieinander. „Schwach ist  hier keiner der Kandidaten“, urteilt Henning Renner. Am besten schneiden Goodyear und Continental ab. Auffallend ist nur, dass der Michelin nur im hinteren Mittelfeld landet. 

 

Zusätzliche Wertung: Vorbeifahrgeräusch und Rollwiderstand

In der Gesamtwertung zählen neben dem Fahrverhalten auch das Vorbeifahrgeräusch und der Rollwiderstand. Fokus in der Wertung liegt aber klar auf der Verkehrssicherheit.

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Die Ergebnisse

Ganzjahresreifen müssen Alleskönner sein. Falken ist stark im Winter, aber schwach im Sommer. Toyo punktet im Trockenen, aber ist sonst nur das Schlusslicht. 

 

Den perfekten Spagat schafft am besten der Testsieger Continental, dicht gefolgt von Michelin. Drei Reifen sind immer noch empfehlenswert und vier sind bedingt empfehlenswert: Vredestein, Maxxis, Falken und Toyo. Durchgefallen ist keiner.

 

Klar zeigt sich auch: Sommerreifen im Winter sind höchst gefährlich.

 

In der Tabelle finden Sie die Testergebnisse auf einen Blick.

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