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Lastenräder, auch Cargobikes genannt, werden immer beliebter: 2023 wurden insgesamt rund 235.000 Stück verkauft. Das sind über 10% mehr als im Vorjahr. Der Anteil der E-Cargobikes ist sogar um 14,5 % gewachsen. Wer mit dem Lastenrad unterwegs ist, fährt umweltfreundlicher als mit dem Auto, und ist zur Rushhour bzw. auf staugeplagten Strecken oft schneller am Ziel.
Aber Lastenrad ist nicht gleich Lastenrad: Es gibt Lastenräder mit E-Motor und ohne E-Motor. Zudem verschiedene Bauarten, die unterschiedlichen Zwecken und Aufgaben besonders gut gerecht werden. Wir haben die relvanten Kriterien zum Kauf sowie alles weitere Wichtige rund um das Lastenrad zusammengefasst.
Für alltägliche Einkäufe in der Stadt sind Lastenräder passende Begleiter.
Bei der Wahl des passenden Lastenrads gibt es eine Menge Punkte zu beachten. Die wichtigsten Fragen beim Kauf sind:
Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Punkte zu beachten – die Vor- und Nachteile für die einzelnen Bauarten finden Sie in der folgenden Übersicht.
Auf dem dreirädigen Lastendreidrad, auch Trike genannt, mit Transportbox zwischen den Vorderrädern oder den Hinterrädern lässt sich Ladung bequem verstauen. Kindersitze oder Babyschalen werden an Halterungen befestigt, es gibt Versionen mit Sitzbänken und Sonderaufbauten. Sie sind die Klassiker unter den Cargobikes und bei Familien ebenso beliebt wie im Gewerbe.
Im Grunde haben sowohl Trikes mit Transportbox oder hinten die gleichen Vor- und Nachteile – mit einer wichtigen Ausnahme: Mit der Transportbox vorne haben Eltern immer Ihre Kinder im Blick.
Die wichtigsten Vorteile von dreirädigen Lastenrädern
1. Hohe Stabilität, besonders im Stand und beim Anhalten
2. Große Transportkapazität
3. Sicherer für schwere Lasten oder Kinder
Die wichtigsten Nachteile von dreirädigen Lastenrädern
1. Im Vergleich zu einspurigen Lastenrädern schwerer zu manövrieren, besonders in Kurven (gilt nicht für Varianten mit Neigetechnik)
2. Größerer Wendekreis als einspurige Cargobikes
3. Breitere Bauweise und damit auf engen Radwegen nur mit Vorsicht steuerbar
Transporträder der Bauart Long John sind mit tiefliegenden Ladeflächen oder -boxen zwischen Lenkersäule und Vorderrad ausgestattet.
Die einspurigen Tieflader mit schmalerem Aufbau haben bessere Kurveneigenschaften und sind in Kurven weniger kippgefährdet als Dreiräder ohne Neigetechnik. Dafür sind sie beim Anfahren, Anhalten und Abstellen ein bisschen kippeliger als zweispurige bzw. dreirädige Lastenräder.
Die wichtigsten Vorteile der Long-John Modelle
1. Wendiger als mehrspurige Modelle
2. Ähnlich zu normalen Fahrrädern im Fahrverhalten
3. Schmal genug für Radwege und enge Wege
4. Oft sportlicher und schneller als mehrspurige Modelle
Die wichtigsten Nachteile der Long-John Modelle
1. Instabil beim Anhalten oder langsamen Fahren
2. Beladung kann Schwerpunkt beeinflussen
3. Längere Bauweise kann das Handling erschweren.
Markenzeichen von Longtail-Modellen sind ein verlängerter Radstand und meist ein langer, rahmenintegrierter Gepäckträger hinter dem Sattel. An den Gepäckträger passen bis zu vier Fahrradtaschen.
Alternativ finden bis zu drei Kindersitze hintereinander Platz. Dabei ist zu beachten, dass Kinder und Erwachsene nur mitfahren dürfen, wenn am Fahrrad Haltegriffe und Fußrasten angebracht sind. Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr brauchen einen Kindersitz.
Longtails eignen sich auch zum Reiserad. Das Zubehör für den Gepäckträger reicht von Packtaschen, Kindersitze, Sitzbänke mit Fußrasten und Haltegriffe bzw. Reeling.
Die wichtigsten Vorteile der Long-Tail Modelle
1. Ähnlich zu normalen Fahrrädern, einfach zu fahren
2. Im Vergleich zu Longjohn-Modellen kompakter und platzsparender
3. Schmal genug für Radwege
4. Kann mehrere Kinder oder große Packtaschen transportieren
Die wichtigsten Nachteile der Long-Tail Modelle
1. Schwerpunkt kann das Handling beeinflussen
2. Weniger Ladevolumen als dreirädrige Modelle
3. Nicht so stabil beim langsamen Fahren
Neben den dreirädigen Trikes sowie den zweirädigen Longjohn- und Longtail-Modellen gibt es unzählige Varianten und Variationen:
1. Verkürzte Longtails nennen sich z. B. Midtails.
2. Zudem gibt es auch Longjohns in kompakter Bauform.
3. Und unter dem Begriff Cycle Truck kennt man in der Szene Bikes mit kleinerem Vorderrad und Frontrack.
Die einzelnen Vor- und Nachteile dieser Bauarten hier aufzuführen wäre zu komplex – am besten beraten Sie sich dazu mit dem Fahrradhändler Ihrer Wahl.
Mal eben um die Ecke ein Eis holen, die Freundin im nächsten Viertel besuchen, zur Kita hin und wieder weg: Gerade für Familien mit kleineren Kindern können Lastenräder eine große Erleichterung sein. Besonders hier ist natürlich viel Umsicht und Vorsicht gefragt: Zwar dürfen Lastenräder auf dem Fahrradweg unterwegs sein, aber vor allem Eltern mit Kindern an Bord sollten möglichst achtsam und rücksichtsvoll fahren. Das gilt im Gegenzug natürlich auch für alle anderen Verkehrsteilnehmenden sowie Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer.
Gerade für junge Familien ist der Erwerb eines Lastenrades durchaus eine Herausforderung – hochwertige Long Johns mit viel Ausstattung kosten schnell 6.000 Euro und mehr. Genau in dieser Art von Lastenrädern sind Kinder besonders bequem und sicher unterwegs. Das gilt auch für Lastendreiräder, die aber bei niedrigem Tempo schwer zu steuern sind. Etwas günstiger sind die Longtail Lastenbikes, die schon etwa ab 1.500 Euro zu haben sind. Allerdings fahren sie sich weniger stabil und sind für Kinder nicht ganz so sicher.
Cargobikes sind teuer. 8000 Euro oder mehr für ein E-Lastenrad auszugeben, kann eine echte Belastung sein. Da kommt finanzielle Starthilfe wie gerufen. In Deutschland gibt es etliche Kaufprämienprogramme für Privatnutzer, aber auch das Gewerbe, "um nachhaltige Mobilität im Alltag zu fördern", sagt Tim Salatzki vom Zweirad-Industrie-Verband ZIV. Maximale Fördersummen liegen oft bei 20 bis 30 Prozent der Anschaffungskosten und sind bei 1000 bis 1500 Euro gedeckelt. Eine Übersicht bietet die Website cargobike.jetzt.
Eine wichtige Finanzierungsalternative ist das Leasing über den Arbeitgeber. Fällig wird eine monatliche Rate, die bei hochwertigen Cargobikes zwar schnell bei über 100 Euro liegt und als Gehaltsumwandlung vom Lohn abgezogen wird. Zudem muss das auch privat nutzbare Dienstrad als geldwerter Vorteil versteuert werden (monatlich 0,25 Prozent vom Listenneupreis). Dafür sind oft Vollkaskoversicherung, Mobilitätsgarantie und Inspektion oft inkludiert, und das Bike kann nach Vertragsende günstig übernommen werden.
2023 wurden mit über 235.000 in Deutschland so viele Cargobikes wie nie zuvor verkauft, zeigen ZIV-Zahlen. "Es wird immer schwieriger, Lastenräder auf öffentlichen Gehwegen abzustellen", sagt ACE-Verkehrsrechtsexperte Felix Müller-Baumgarten. Denn dort dürfen sie laut Straßenverkehrsordnung (StVO) ebenso parken wie in Fußgängerzonen, wenn sie niemanden behindern.
Oft bleibe für die ausladenden Bikes aber nur der rechte Fahrbahnrand zum Parken. Ist unter dem Verkehrszeichen „Parken“ das Zusatzschild "Lastenrad" angebracht, sind die Flächen für Autos sogar tabu. Mit Lastenrad sollte man nur darauf achten, dass man sein teures Vehikel dort auch sicher anschließen kann – sonst zahlt bei Diebstahl im Zweifel die Versicherung nicht.